Das bierigste Wirtshaus weit und breit

 Das 1907 eröffnete Zollhäusl hat eine bewegte Geschichte hinter sich.

Ein Rückblick auf die ersten 100 Jahre

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1907

wurde das Zollhäusl als Grenzgasthof vom Freilassinger Unternehmer Georg Springer im späten Jugendstil erbaut, unmittelbar an der alten Grenzstraße und der ehemaligen Rupertusbrücke nach Salzburg gelegen.

22. Juni 1907

Eröffnung der Gaststätte.

1. Juli 1908

wurde das Zollhäusl von der Brauerei Bürgerbräu gekauft.

1914 - 1918

1. Weltkrieg: während dieser Zeit wurden die Stallungen (später Wirtschaftsgebäude) hinter dem Zollhäusl genutzt, um hier die Pferde zu wechseln.

1920

erwarb die Familie Johann ERNST das Anwesen von der Brauerei Bürgerbräu. In dieser Zeit liegt das Zollhäusl noch umgeben von Auwäldern an der damaligen Salzburger Straße, einem Schotterweg, der über eine morsche Holzbrücke nach Österreich führte. Das Geschäft florierte damals durch den Grenzverkehr und vor allem, wenn in Salzburg der Viehmarkt stattfand. Noch heute kann man vor dem Biergarten die Eisenstangen sehen, an denen während der Rast das Vieh angebunden war.

Mit Beginn der Automobilära entstand hier eine der ersten Stationen des Bayerischen Automobilclubs (später ADAC) und eine Olex-Tankstelle wurde von Herrn Ernst errichtet.

15. November 1931

wurde die neue Rupertusbrücke durch den Salzburger Erzbischof Dr. Ignaz Rieder eingeweiht. Sie wurde parallel zur alten Holzbrücke erbaut.

1938

wurde an der Rupertusbrücke der Anschluss Österreichs und der Fall der Grenze gefeiert

1939 - 1945

2. Weltkrieg: durchgehender Hotelbetrieb bis zum Kriegsende. In den Kriegsjahren waren im Zollhäusl Ingenieure der DFS (Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug) vom Flughafen Ainring einquartiert.

2. Mai 1945

Kurz vor Ende des Krieges wurde die Rupertusbrücke gesprengt, um die Einnahme Salzburgs zu erschweren. Nach dem Krieg wurde eine Notbrücke errichtet.

3. Mai 1945

wurde der Gasthof von den Amerikanern besetzt und bis 1948 genutzt.

4. Mai 1945

in den frühen Morgenstunden wurde hier im Zollhäusl und an der weitgehend unbeschädigten Eisenbahnbrücke die kampflose Übergabe der Stadt Salzburg ausverhandelt unter der Führung des letzten Kampfkommandanten Salzburgs Oberst Horst Lepperdinger.

1948

wurde der Gasthof von der Familie Ernst wiedereröffnet. Mit dem Startkapital von nur 80 Mark, dem Kopfgeld für vier Personen und geliehenem Inventar wurde der Betrieb wieder aufgenommen.

1958

übernahm Rudolf ERNST mit seiner Frau Anna-Maria den Gasthof und es erfolgte der Ausbau zum Hotelbetrieb.

1960

wurde die neue Saalachbrücke ca. ½ km nördlich von der ehemaligen Brücke erbaut. Die damit verbundene Straßenverlegung bedeutete einen riesigen wirtschaftlichen Nachteil für das Zollhäusl und wurde zur einer immensen Herausforderung. Die Tankstelle musste schließen.

1975 - 1976

Erweiterungsbau mit neuen Gästezimmern zum „Hotel-Gasthof Zollhäusl“.

Die neue Zollhäusl-Ära

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1995 - 1996

1995 kaufte die Brauerei Bürgerbrau das Zollhäusl zurück. In diesem Jahr erfolgte eine groß angelegte Renovierung und die Umstellung vom Hotel-Gasthof auf reinen Restaurantbetrieb.

November 1996

„Wiedereröffnung“ mit Johann Sommerer als Pächter für das neue Zollhäusl.

22. Februar 2006

Live-Übertragung aus dem Zollhäusl vom Bürgerforum „Jetzt red i“ im Bayerischen Fernsehen.

29. Oktober 2006

wurde der Wintergarten-Anbau mit 60 Sitzplätzen eröffnet.

3. November 2006

10-Jahres-Jubiläumsfeier Zollhäusl und Familie Sommerer mit großer Preisverlosung.

2007

100-jähriges Bestehen des Zollhäusls.

2008

100 Jahre Bürgerbräu Bier im Zollhäusl.

Juli 2013

Eröffnung des neue Bayrischen Biergartens mit 120 Sitzplätzen auf der sonnigen Westseite des Gebäudes

26. März 2014

Live-Übertragung der Sendung „Bürgerforum live“ im Bayrischen Fernsehen direkt aus dem Brausaal des Zollhäusls.

2016

20 Jahre Zollhäusl
Johann Sommerer, Peter Zimmerebner, Franz Moßhammer und Andreas Zolda und viele weitere machen das Zollhäusl unverwechselbar.
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